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Ambulantisierungsprojekt «Tarifpartnerschaft 2.0»

Pilotprojekt des Spitalzentrums Biel, der Einkaufsgemeinschaft HSK und dem Kanton Bern

Der medizinische Fortschritt ermöglicht, immer mehr Behandlungen ambulant statt stationär durchzuführen. Dieser Trend ist sowohl im Interesse der Patientinnen und Patienten als auch der Prämien- und Steuerzahlenden. Obwohl eine ambulante Behandlung möglich und sinnvoll wäre, werden viele Eingriffe in der Schweiz aktuell stationär durchgeführt. Grund dafür ist unter anderem, dass das aktuelle Tarifsystem komplex ist und finanzielle Fehlanreize setzt.

Ziel des Projekts ist deshalb eine Stärkung der Ambulantisierung, indem die bestehenden Fehlanreize mit einer befristeten finanziellen Unterstützung für bestimmte Eingriffe kompensiert werden. Das Projekt ist am 1. März 2025 gestartet und hat eine vorgesehene Laufzeit von drei Jahren bis zur Inkraftsetzung von EFAS am 1.1.2028. Für die erste Phase wurden rund 50 Eingriffe in den Bereichen Gynäkologie, HNO und Orthopädie identifiziert, die schrittweise von stationär auf ambulant umgestellt werden sollen. In den folgenden zwei Jahren sollen in den drei beteiligten Kliniken nun schrittweise auch komplexere Eingriffe vom stationären in den ambulanten Bereich verlagert werden. Zudem wird laufend der Einbezug weiterer Fachbereiche geprüft.

Kontakt
Frau Andrea Nussbaumer und Frau França Céline
andrea.nussbaumer@szb-chb.ch